Fahrrad im Flugzeug - ist das überhaupt möglich?

Generell ist der Transport von Gegenständen oder in diesem Fall Transportmittel im Flugzeug nie unmöglich. Vor allem findet ein Fahrrad im Flugzeug doch mehr Platz als zum Beispiel in der U-oder S-Bahn.

Noch vor rund 20 Jahren konnte man mit seinem Fahrrad unangemeldet zum Check-in Schalter kommen und das Gepäck wurde häufig kostenlos mitgenommen. Heute ist das leider unvorstellbar.

Die Bestimmungen für die Mitnahme und Verpackung von Zweirädern unterscheiden sich von Airline zu Airline. Die Transportpreise erreichen vor allem bei Fernflügen mit Liniengesellschaften mittlerweile Dimensionen, dass sich viele Reisende überlegen, vor Ort ein Fahrrad zu kaufen oder zu auszuleihen. Von den meisten Airlines werden E-Bikes aus Sicherheitsgründen gar nicht transportiert.

Wer im Urlaub auf sein heiß geliebtes Velo nicht verzichten möchte, muss es eben auf die Reise mitnehmen. Schon im Vorfeld sollte man sich im Klaren darüber sein, dass der Transport eines Fahrrads im Flugzeug immer mit relativ großem Aufwand und der Gefahr der Beschädigung verbunden ist. Auch sollten zuvor die Transportkosten und die Bedingungen der Fluggesellschaften verglichen werden. Weiter muss der fahrende Untersatz in jedem Fall angemeldet werden. Bei der Fahrradanmeldung sollte man sich auch gleich über Transportkosten, Verpackungsvorschriften, Höchstgewicht und Gepäckmaße informieren. Am besten ist es, die Mitnahme gleich bei der Buchung oder spätestens zwei bis drei Tage vor Abflug anzumelden. Umso früher, desto besser.

Empfehlenswert ist es ebenso eine passende Reisegepäck- oder Fahrradversicherung abzuschließen, da das Fahrrad durch die Airlines meist nur unzureichend versichert ist.

Die Vorschrift der meisten Airlines ist es, dass das Rad entweder in einer Fahrradtasche oder in einem Karton verpackt werden muss. Weiter gilt bei den meisten Fluggesellschaften das Fahrrad als Sport- oder Sondergepäck, das gegen eine fixe Gebühr mitfliegen kann. Wenn man nur kurz verreist oder Kleidung und alles andere ins Handgepäck bekommt, dann ist es möglich, sich die Extrakosten für den Bike-Koffer zu sparen. In diesem Fall sollte man das Fahrrad anstatt als Sport- oder Sperrgepäck als Normalgepäck aufgeben. Aber auch hier darauf achten, dass das Gewichtslimit von 20 - 23 kg nicht überschritten wird.

Bei manchen Airlines wird das Gewicht des Fahrrades mit dem Freigepäck verrechnet. Aber auch hier immer darauf achten, dass das Gewicht des Fahrrades und eventuelle Ausrüstung (Werkzeug etc.) das Freigepäck nicht übersteigt, sonst muss Übergepäck bezahlt werden. Und das kann teuer werden.

Bei airberlin kann der Fluggast anstelle eines Koffers auch Sport- und Sondergepäck als Freigepäck aufgeben. Je nach Zone und Tarifen variieren hier die unterschiedlichen Preise http://www.airberlin.com/site/landingpages/fees.php?LANG=deu

Bei Condor kostet der Transport pauschal 60 Euro. Im Frühbucherabatt sogar nur 50 Euro - darf aber nicht mehr als 30 Kilo wiegen. Hinzu kommt, dass jedes weitere Sportgepäckstück mit einer Übergepäckgebühr pro Kilo berechnet wird. Eine Anmeldung des Sportgepäcks ist bis acht Stunden vor Abflug möglich. https://www.condor.com/de/flug-vorbereiten/gepaeck-und-tiere/sport-und-sondergepaeck/sportgepaeck.jsp

Bei der Lufthansa zählt das Mitnehmen eines Fahrrads als Sportgepäck. Für einen Kontinental-Flug fallen 50 Euro Gebühren an, für einen Interkontinentalen 100 Euro. Mitnehmen darf man ein reguläres Fahrrad ohne Motor. http://www.lufthansa.com/mediapool/pdf/48/media_1881462448.pdf

Bei TUIfly muss eine Gebühr ab 65 Euro entrichtet werden und das Fahrrad darf nur bis max. 20 kg wiegen; darüber hinaus gilt der Übergepäcktarif. https://www.tuifly.com/de/service/sondergepaeck.html