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Lissabon

City and People

Wer sich nach Lissabon begibt, dem liegt eine Stadt der Wunder zu Füßen. Majestätisch erhebt sich die „weiße Stadt“, deren Antlitz man vom Rio Tejo aus am eindrucksvollsten erleben kann, über viele kleine Hügel und lädt zu einem Spaziergang durch enge Gassen und breite Fußgängerzonen ein. Die Lissabonner Aufzüge, die Elevadores, helfen dabei über so manche Hürde hinweg. Sie dienten ursprünglich den Einheimischen, ihre Einkäufe von der Unter- in die Oberstadt zu transportieren. Heute hat sich die Fahrt in luftige Höhe zu einem großen Spaß und einem unvergessliches Erlebnis für Touristen gemausert, die sich von der Plattform des Elevador de Santa Justa aus einen ersten Rundumblick mit Chancen auf hervorragende Fotomotive verschaffen.

Von der Oberstadt aus versüßen die „miradouros“ (Aussichtspunkte) den Blick auf die Dächer der Siebenhügelstadt. Das beste Panorama auf das muntere Treiben in Lissabons Gassen bietet sich vom Castelo de São Jorge aus, das lange Zeit als Königsresidenz diente. Teile der Festungsanlage sind westgotischen Ursprungs. Heute finden wir dort eine Rekonstruktion der 10 Wehrtürme vor. Der kleine hübsche Park, der sich um die Wehrmauern gruppiert, lädt zum Verweilen ein. Wer hier angelangt ist, hat sie bestimmt schon hinter sich gebracht, die ereignisreiche Fahrt mit der historischen Straßenbahn der Linie 28. Quietschend schlängelt sie sich ihr kurvenreiches Schienenbett durch die Altstadt (Alfama) entlang und gibt dabei Blicke auf den azurblauen Atlantik frei.

Ein ganz anderes und modernes Gesicht der Stadt Lissabon offenbart sich auf dem ehemaligen EXPO-Gelände, das man am günstigsten mit der Metro erreicht. Hier befindet sich das bekannte Ozeanarium, das zahlreiche Tier- und Pflanzenarten aus den großen Weltmeeren beherbergt. Eine Erkundungsfahrt mit dem Teleferico (Seilbahn) rundet den Besuch im Park der Nationen (Parque des Nações) ab.

Ein ebenso mitreißendes, wenn auch wesentlich gediegeneres Flair bereitet das Ufer des Tejos im Stadtteil Belém. Hier sind drei der attraktivsten Sehenswürdigkeiten Lissabons versammelt: der zwischen 1515 und 1520 vom portugiesischen Architekten Francisco de Arruda errichtete Torre de Belém, der als Wahrzeichen Lissabons gilt, das reinweiße Entdeckerdenkmal (Padrao dos Descobrimentos) an dessen Spitze Heinrich der Seefahrer steht und an die ersten Entdeckungsfahrten in die neue Welt erinnert, sowie das Hieronymus-Kloster, dessen prächtige Fassade die Blicke schon von Weitem auf sich lenkt.
In Belém befindet sich zudem das Marinemuseum, das mit einer umfangreichen und liebevoll gestalteten Sammlung von Schiffsmodellen, Landkarten, Booten und Gemälden aufwartet und dem Besucher einen weitreichenden Einblick in die Geschichte der portugiesischen Seefahrt offenbart. Hat man dort vor seinem geistigen Auge die ersten Reisen der portugiesischen Seefahrer Revue passieren lassen, empfiehlt sich ein kleiner Zwischenstopp im traditionsreichen und stets gut besuchten Café „Pastéis de Belém“. Seit 1837 kommen hier die leckersten Pastéis de nata auf den Tisch, die man sich vorstellen kann und zu denen man am besten eine Tasse heiße Schokolade genießt. Die kleinen und mit Pudding gefüllten Blätterteigteilchen sind auch in Geschenkpackungen erhältlich – als kulinarische Raffinesse für die Daheimgebliebenen oder um später im bis dato fernen Deutschland noch einmal im Genuss der Stadt Lissabon zu schwelgen.

Sightseeing

Plätze

Rossio
Offizieller Name des im Volksmund als „Rossio“ bezeichneten zentralen Platzes im Stadtzentrum ist eigentlich Praça de Dom Pedro IV, benannt nach einem einstigen König von Portugal. Bereits im Mittelalter war der weitläufige Platz Bühne für städtisches Leben: Politische Manifeste, Verurteilungen, Exekutionen - alles fand hier schon statt. Heute schmücken Straßenmusiker das weitläufige Pflaster, Kinder und Alte, die die zahlreichen Tauben mit Maiskörnern füttern und junge Liebespaare, die sich am Fuße des Springbrunnens Zärtlichkeiten ins Ohr flüstern.

Praça da Figueira
Nur wenige Schritte entfernt und durch eine kleine Gasse mit dem Rossio verbunden befindet sich der Praça da Figueira, der zweite bedeutende Platz im Stadtzentrum, dessen Antlitz vor wenigen Jahren noch hinter riesigen Bauzäunen versteckt war. Am "Platz des Feigenbaums", auf den Stufen des Reiterstandbilds Joãos I., lassen sich Rucksacktouristen, Reisegruppen und vor allem junge Leute gerne nieder, um die vielen Alleinunterhalter, Jongleure und Folkloregruppen zu bestaunen, die immer wieder ihre Debüts geben. Dabei naschen sie Esskastanien, die direkt aus dem Ascheofen an den kleinen Ständen rund um den Platz verkauft werden.

Fahrstühle

Elevador Santa Justa
Hier paart sich praktisches Verkehrsmittel mit Sehenswürdigkeit. Die Lissabonner nutzen den Fahrstuhl in seiner ursprünglichen Funktion als Transportmittel, während die Touristen ihn als Aussichtsplattform zum Fotoschießen lieben. Seit nunmehr einem Jahrhundert verbindet dieser Aufzug die Unterstadt mit der Oberstadt, fährt zwischen der Rua Augusta in der Baixa und dem Largo do Carmo unermüdlich auf und ab, dabei überwinden die beiden Kabinen 45 Höhenmeter. Betriebszeit täglich zwischen 7 und 23.45 Uhr. Kosten für eine Fahrt: 1 EUR.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Torre Vasco da Gama
Der Torre Vasco da Gama befindet sich auf dem ehemaligen Expo-Gelände, das zur Weltausstellung im Jahr 1998 erbaut wurde. Wer durch den Park der Nationen schlendert, sollte nicht versäumen, seine luftigen Höhen zu erklimmen. Von diesem Turm aus eröffnet sich dem Besucher ein einzigartiger Panoramablick über den Tejo und die Stadt Lissabon. Errichtet wurde er zu Ehren des portugiesischen Seefahrers Vasco da Gama. Doch er setzt nicht nur dem Entdecker des Seewegs nach Indien ein Denkmal, sondern spiegelt zugleich die große Verbundenheit des portugiesischen Volkes mit dem Meer wider: Der Turmsockel erinnert an einen Schiffsbug und die weiße Stahlkonstruktion an ein Segel, das sich an den Mast aus Beton hält. Wie eine Art Mastkorb erscheint das Panorama-Restaurant in luftiger Höhe, das zum Verweilen einlädt. Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr

Teleférico
Zu einem Spaziergang der besonderen Art lädt die Schwebebahn Teleférico ein. Sie befindet sich ebenfalls im Park der Nationen. Beim „Flug“ über das Tejo-Ufer kann der Park der Nationen ideal aus der Vogelperspektive betrachtet werden.Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr

Torre de Belém
Der Torre de Belém befindet sich unmittelbar am Ufer des Tejo im Stadtteil Belém. Er wurde in den Jahren 1515 bis 1520 vom portugiesischem Architekten Francisco de Arruda errichtet. Er ist das Wahrzeichen Lissabons. Auf seinen Ecken befinden sich hübsche Kuppeltürmchen. Die Turmkonsolen zieren Köpfe von Löwen, Delphinen und Widdern. Die Festung besteht aus einem viereckigen Turm, der auf einem sechseckigen Grundriss errichtet wurde.
Öffungszeiten: täglich 10 bis 17 Uhr
Eintritt: 3 EUR

Castelo de Sao Jorge
Das Castelo de Sao Jorge sollte man schon wegen der wunderbaren Aussicht besichtigen, die man vom kleinen Schlosspark aus auf die Stadt und den Tejo genießen kann. Die ältesten Teile des Komplexes sind westgotischen Ursprungs. Im 8. Jahrhundert erweiterten die Nordafrikaner das Areal um ein prächtiges Schloss. Es diente lange Zeit als Königsresidenz. Die Anlage wurde im Jahr 1755 durch ein Erdbeben zerstört. Heute finden wir eine Rekonstruktion der 10 Wehrtürme vor sowie einen hübschen Park mit der Statue des Alfonso Enriques. Eine Azulejos-Tafel zeigt die Stadtansicht von 1963.
Öffnungszeiten: Mai bis Oktober 9 bis 21 Uhr, November bis April 9 bis 19 Uhr.
Eintritt: frei

Hieronymus-Kloster
Wenige Schritte entfernt vom Torre de Belém befindet sich das Hieronymus-Kloster, das schon von weitem durch seine imposante Erscheinung und seine hellen Mauern besticht. Hier befindet sich – zwar direkt neben dem Eingang, jedoch ziemlich unauffällig – das Grab des portugiesischen Seefahrers Vasco da Gama. Pläne für den Bau des Klosters existierten bereits im Jahr 1496. Der Grundstein für die Errichtung des Baus wurde schließlich im Jahre 1502 gelegt. Die Anlage besteht aus der Kirche Santa Maria, dem Kreuzgang mit Kapitellsaal, der Sakristei und dem Refektorium sowie dem Westflügel. In der Mitte des Kreuzganges befindet sich ein Springbrunnen. Von dort aus sind die wunderschönen Steinskulpturen, die zu Ehren der Entdeckung der neuen Welt entstanden sind, am besten zu bewundern.

Touren auf dem Tejo

Eine Bootsfahrt, die ist lustig, eine Bootsfahrt, die ist schön! Bei einer Bootsfahrt auf dem Tejo kann man Lissabon von seiner schönsten Seite bewundern, denn vom Wasser aus hat man einen bezaubernden Blick auf die Stadt, die sich über die Hügel am Ufer erstreckt.

Besonders beliebt sind Tejo-Kreuzfahrten mit dem Hovercraft der Transtróia.
Abfahrt ist jeweils am Cais de Sodré. Reservierungen: 00 351-265 53 75 80.

„Flamingo“
Eine zweieinhalbstündige Exkursion zu den gleichnamigen, sehr geselligen Storchenvögeln mit anschließendem Besuch der Sandbank von Alcochete. Abfahrt jeweils Montag und Dienstag um 8.30 Uhr, 11.00 Uhr, 13.30 Uhr, 16.00 Uhr und 18.30 Uhr zum Preis von 48 Euro für Erwachsene und 25 Euro für Kinder. Dauer: 2,5 Stunden.

„Fataça“
Eine ebenso lange Fahrt in das berühmte Naturschutzgebiet vor den Toren Lissabons mit Blick auf die Pfahlhäuser am Flussufer. Abfahrt jeweils Mittwoch und Donnerstag um 8.30 Uhr, 11.00 Uhr, 13.30 Uhr, 16.30 Uhr und 18.30 Uhr zum Preis von 47 Euro für Erwachsene und 25 Euro für Kinder.

„Kreuzfahrt“
An Freitagen, Samstags, Sonntags sowie an Feiertagen beliebt ist ein ganztägiger Ausflug zum Schloss Almourol und der Stadt Constânçia. Das Schiff legt um 8.30 Uhr ab und kehrt gegen 21.00 Uhr zurück. Erwachsene zahlen für diese außergewöhnliche Tour 140 Euro, Kinder zwischen 4 und 10 Jahren 70 Euro, der Lunch ist im Preis inbegriffen. Dauer: 12 Stunden.

„Boots-Rundfahrten“ mit Transtejo
Immer beliebter werden auch die Bootsrundfahrten. Die Boote verkehren vom 1. März bis 31. Oktober täglich um 11.00 Uhr und 15.00 Uhr mit Stopps am Park der Nationen um 14.45 Uhr bzw. 15.45 Uhr und in Belém um 13.00 Uhr bzw. 17.00 Uhr. Abfahrt ist ab der Fährstation Terreiro do Paço. Die Fahrt dauert zwei Stunden und kostet 15 Euro für Erwachsene, 12 Euro für Besitzer der Lisboa Card und 8 Euro für Kinder und Rentner. Caféteria-Service und Softdrinks sind genauso im Preis enthalten wie eine kundige Stadtführung. Für Familien und Gruppen gibt es spezielle Preise. Die Tour muss komplett bezahlt werden, d.h. es besteht nicht die Möglichkeit, nur Teilabschnitte zu buchen, auch wenn man schon eher, z.B. in Belém, aussteigen möchte.

Auskünfte:
Transtejo, Estação Fluvial de Cacilhas, Telefon 00 351-310 31 31 und 00 351-27 60 100 oder Estação do Terreiro do Paço, Telefon 00 351-88 20 34-8/-9, Internet: www.transtejo.pt

Museen

Centro Cultural de Belém
Eines der größten Kulturzentren Europas und ein Markstein der gegenwärtigen portugiesischen Architektur: Ausstellungen, Vorstellungen, Restaurants, Gärten und Geschäfte. Adresse: Praça do Império. Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 21.30 Uhr, Samstag, Donnerstag und an Feiertagen 10 bis 19 Uhr.

Museu Nacional de Arte Antiga
Das Nationalmuseum der alten Kunst befindet sich im Palast der Condes de Alvor (18. Jh.). Europäische Kunst sowie die größte Kollektion portugiesischer Kunst aus dem Mittelalter bis zum 19. Jh: Gemälde, Skulpturen, Keramik, Porzellan, Schmuck, Zeichnungen, Stiche, Leuchter, Wandbehänge, Kleidung und Möbel. Ebenfalls Kunsthandwerk aus Afrika, Indien, China und Japan. Adresse: Rua das Janelas Verdes. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10 bis 18 Uhr; Dienstag 14 bis 18 Uhr. Montags und an Feiertagen geschlossen.

Museu de Marinha
Boote, königliche Barken, Schiffsmodelle, Navigationsinstrumente und Seekarten bilden den Hauptteil der in diesem Museum gezeigten Ausstellungsstücke, u.a. Bergantim Real, 1778 in Lissabon gebaut. Außerdem können Sie hier das von Sacadura Cabral und Gago Coutinho im Jahre 1922 bei der ersten Luftüberquerung des Südatlantiks benutzte Wasserflugzeug besichtigen. Faszinierend ist, dass die Räume vom Eingang an immer größer und mit zunehmend mehr Exponaten bestückt sind. Im kleinen Museumsshop kann man Reproduktionen alter Seefahrerkarten, Flaschenschiffe und weitere Mitbringsel erwerben. Adresse: Praça do Império. Öffnungszeiten: 1/07 bis 30/9: 10 bis 18 Uhr; 1/10 bis 30/5: 10 bis 17 Uhr. Montags und an Feiertagen geschlossen.

Museu Militar
Hier sind Waffen, Artilleriestücke, Uniformen und Rüstungen sowie Kacheln, Skulpturen und Gemälde ausgestellt.
Adresse: Largo do Museu da Artilharia. Öffnungszeiten: 1/7 bis 30/09. Montags und an Feiertagen geschlossen.

Museum Arqueológico do Carmo
Das Museum befindet sich in den Ruinen des Convento do Carmo. Es präsentiert eine Sammlung von historischem, archäologischem und künstlerischem Wert, von der Vorgeschichte bis in die heutige Zeit. Adresse: Largo do Carmo (Ruínas).
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Montags geschlossen.

Shopping

Einkaufszentren

Centro Comercial Colombo
Dieses Einkaufszentrum ist das größte auf der iberischen Halbinsel.
CascaiShopping
Dieses Shopping-Mall befindet sich in Alcabideche bei Cascais
El Corte Ingles
Diese Ladenkette existiert auch in Spanien. Das Lissabonner Kaufhaus befindet sich am Parque Eduardo VII

Flohmärkte

Feira da Ladra
Der Flohmarkt Feira da Ladra ist weltbekannt. Er trägt den Namen „Markt der Diebin“, zum einen, weil hier Bestohlene oft ihre Sachen wiederentdecken, zum anderen, weil es hier einfach alles gibt: billige Kleidung und Schuhe, Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch bis hin zu Raritäten für Sammler und Stöberer.Öffnungszeiten: Dienstag und Samstag von Sonnenaufgang bis 12 Uhr

Praca de Espanha
Dieser Trödelmarkt ist fest als Basar installiert. Ein Besuch lohnt also auch, wenn das Urlaubswetter sich mal nicht von seiner sonnigen Seite zeigt. Die Stimmung erinnert wegen der vielen dunkelhäutigen Händler an einen Markt in Brasilien. Preisgünstige Stehbars laden zu einer kleinen Pause ein.

Feira da Luz
Besonders für diesen Markt sind vor allem seine vielen handwerklichen Produkte, die hier jedes Jahr im September zu günstigen Preise verkauft werden. Man trifft hier fast nur auf Einheimische, die ihre Wocheneinkäufe erledigen.

Kulinarisches

Pipis, Caldeirada & Co
Pipis muss jeder einmal gegessen haben. Diesen aus Geflügelklein, Knoblauch, Lorbeer, Zitronensaft und Piripiri, einem fruchtigen, weinartigen Getränk, gegarten kleinen Snack für Zwischendurch gibt es in Lissabon in jeder Bar und Kneipe.

Caldeirada à Fragateiro
Dies ist eins der besten Lissabonner Fischgerichte. Ursprünglich als Arme-Leute-Essen aus Fischresten zubereitet, gilt es heute als Delikatesse für allerhöchste Ansprüche. Frische, ausgesuchte Meerestiere mit Koriander, Petersilie, Zwiebeln und Tomaten zubereitet, mit Weißwein verfeinert, machen Caldeirada zu einer wahren Gaumenfreude.

Perdiz à Convento de Alcântara
Hier haben wir es mit einem Volksgericht zu tun, vielleicht das bekannteste der Lissabonner Küche: In Weiß- und Portwein marinierte Rebhühner, mit foie-gras, Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Den Stadthistorikern nach hat dieses Rezept seinen Ursprung im Convento do Sacramento, einem früheren Dominikanerkloster im Stadtteil Alcântara. Das Original sieht eine raffinierte Trüffelfüllung vor, auf die allerdings heute aus Kostengründen meist verzichtet wird.

Bife à Marrare
Der Name des Rindersteaks geht auf den Neapolitaner Antonio Marrare zurückgeht: Er eröffnete Ende des 18. Jahrhunderts vier Kaffeehäuser in Lissabon und servierte ein in Knoblauch gebratenes und in eingekochter Milch-Zitronensaft-Soße angerichtetes Steak. So einfach wie deliziös!

Queijadas de Sintra
Diese kleinen gebackenen Törtchen mit einer leichten Füllung aus Frischkäse, Zimt und Zucker sind ein Gedicht!

Bars und Restaurants

Ein ganz besonderes kulinarisches und akustisches Erlebnis kann man in Lissabon in einem der zahlreichen Fado-Restaurants genießen, denn dort wird nicht nur gespeist, sondern auch ein Stück Kultur- und Landesgeschichte musikalisch vorgetragen. Fado ist die Hauptströmung der portugiesischen Volksmusik und wird von Gitarrenklängen und kraftvollem Gesang getragen. Er vermittelt Gefühle der Sehnsucht nach dem Geliebten oder der fernen Heimat und entstand vor rund 500 Jahren unter der Herrschaft der Mauren, als sich die lusitanische mit der arabischen Musik vermischte.

Fado-Häuser

Sr. Vinho
Maria da Fé, eine große portugiesische Künstlerin, ist die Inhaberin des Lokals. Sie selbst tritt erst nach Mitternacht auf. Das angebotene Touristenmenü ist zwar nicht gerade günstig, aber sehr lecker. Adresse: Ruado Meio à Lapa 18.

Taverna do Embucado
Ein berühmtes Fado-Restaurant mit großer Tradition. Kurz vor Mitternacht ertönt ein Fado, der nicht nur portugiesische Seelen zum Schmelzen bringt. Adresse: Reco dos Curtumes 10, Alfama.

Andere Bars & Restaurants

A Travessa
Bistrô mit exquisiter Küche. Frischer Fisch. Sa. abend nur Miesmuscheln. Adresse: Travessa do Convento das Bernardas, 12.
Öffnungszeiten: Sonntags geschlossen.

Café Martinho da Arcada
Portugiesische und Internationale Küche. Hier treffen sich Geschäftsleute und die Kulturszene. Adresse: Praça do Comércio, 3 (Baixa). Öffnungszeiten: Sonntags geschlossen.

Cervejaria Alemã
Steaks, Meeresfrüchte, deutsche Spezialitäten, versch. Biersorten. Adresse: Rua do Alecrim, 23. Öffnungszeiten: Sonntags und Feiertags geschlossen.

Restaurante-Cervejaria Real Fábrica
Hier kommt man auf den Geschmack der traditionellen portugiesischen Küche. Adresse: Rua de escola Politécnica.

Doca 6
Frischer Fisch und Meeresfrüchte. Portugiesische und internationale Küche. Adresse: Doca de St. Amaro - Armazém 6 (Alcântara).

Eventkalender

Jährlich Mitte März: TAP - Rallye of Portugal
Die Rallye gilt als eine der besten der Welt. Sie führt über rund 2.000 Kilometer durch Portugal und führt auch durch Lissabon, wo Tausende von Fans die Fahrer erwarten.

Jährlich Anfang April: Estoril Open
Tennisclub Estoril. Tennis vom Feinsten beim einzigen Tennisturnier in Portugal. Die Top-Spieler der Welt treffen sich zum World Series Turnier.

Jährlich Anfang April: Halbmarathon Lissabon
Der Halbmarathon lockt jedes Jahr rund 25.000 Läufer aus der ganzen Welt nach Lissabon. Die Route führt von Almada durch die Innenstadt und die Baixa und endet in Bèlem. Weitere Infos im Internet unter www.maratona-clube-portugal.

Jährlich im Juni: Festas da Cidade de Lisboa - Lissabon Festival

Musik, Konzerte, Ballett, Volkstänze und andere kulturelle Events finden auf den Plätzen der Stadt, im Praça do Comercio und anderen Orten statt.

12. Juni: Marchas Populares

Der Höhepunkt der Junifeierlichkeiten sind die Marchas Populares am Vorabend des 13. Juni. Lissabon feiert gemeinsam mit seinen Gästen den Geburtstag des heiligen Antonius, Patron der Liebenden und Jungvermählten. Für ihn schlagen alte und junge Herzen, für ihn stehen alle Kopf. Stadtteile bilden prachtvolle Paraden, die Punkt 21 Uhr am 12. Juni tanzend und singend ihren Marsch zu Ehren Antónios auf der Avenida da Liberdade beginnen. Mit farbenfrohen Kostümen und Lampions – liebevoll über Monate vorbereitet – sowie schwungvoller Musik wetteifert man um den Titel des besten Umzugs. Vier bis fünf Stunden währt dieses einmalige Spektakel, das jedes Jahr aufs Neue begeistert.

Jährlich im Juli: Estoril Jazz Festival
Traditionelles Jazz Festival mit nationalen und internationalen Künstlern.

Wetter-Infos

Klima:
Aufgrund der Nähe zum Atlantik sind die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sehr gering. Auch die Temperaturunterschiede zwischen den verschiedenen Jahreszeiten sind nicht so extrem wie in Deutschland. Frost gibt es kaum und wenn man Glück hat, kann man sogar im Dezember noch im T-Shirt durch die Straßen ziehen. So richtig warm wird es ab Mai, dann sind Temperaturen bis weit über die 30 Grad Marke keine Seltenheit.

Niederschlag:
Das kleine Küstengebirge Serra da Sintra, das sich nordwestlich von Lissabon befindet, hält einen Großteil der Regenwolken ab, so ist in der Tejo-Metropole nur selten mit Niederschlag zu rechnen.

Wasser:
Die Wassertemperaturen sind recht niedrig. Wer im Atlantik baden möchte, sollte sich im Winter auf 14 Grad und in den Sommermonaten auf höchstens 19 Grad einrichten.